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Nächste Ausstellung im Projektraum von Anita Staud:

 

   

  

 

         

Vorschau

 

 

    Juni:

Einzelausstellung von Richard Stimmel - Malerei und Fotografie

11.6. - 19.6. 2016

"Papa flog nach Stalingrad"

Anlass der Ausstellung:
Wiederauffindung des Kriegsfotoalbum von Wolfgang Stimmel/Vater des Künstlers.
Es handelt sich um Originalfotos, die W. Stimmel aus dem Flugzeug heraus gemacht hat.

zur Malerei:

10 Meter lange Papierbahnen thematisieren Kindheitsträume vom Fliegen.
Die Fotos der JU-52 fliessen in großformatige Leinwandbilder ein.

Eröffnung: Samstag, 11.6. 2016 ab 19 Uhr mit einer Rede von Peter Schlangenbader

Juli:

Gruppenausstellung "Fluchtpunkt Westen - Künstler als Seismografen"

7. 7. - 24.7. 2016

Reaktionen von Künstlern auf globale Krisenherde und dadurch ausgelöste Fluchtbewegungen

 

         

Ausstellungen 2016

 

 

   

 

         

Ausstellungen 2015

 

 

Der diesjährige ARTVENT im WESTRAUM findet am 6., 13. und 20. Dezember von 15 – 19 Uhr statt.

An diesen Adventssonntagen wird live eine Ausstellung von Künstlerhand aufgebaut, nach und nach immer eine weitere Arbeit wie bei einem Adventskalender.

Bei Glühwein und weihnachtlichem Gebäck wird gehämmert und genagelt.

Alle Kunstfreunde können am gemeinschaftlichen Prozess und künstlerischen Weihnachtsfeeling teilhaben.

Die fertige Ausstellung wird dann am 24. Januar 2016 in einem Neujahrsempfang eröffnet.

Anmeldeformular für Künstler(Download, PDF)

 

Verbindung von Kunst und Musik im Raum,

 

 

 

Die erste Ausstellung nach der Sommerpause:

"Schöne Neue Welt", Fotos, Film Stills, Übermalungen, Fotocollagen von Hasso Wendger

Eröffnung: 10.10.2015 18.00 Uhr

 

 

Dystopische Megacities

Zu den collagierten Panels Hasso Wendkers

Von Richard Rabensaat

In seiner aktuellen Ausstellung im WESTRAUM , ein von der Künstlerin Anita Staud 2011 initiierter Projektraum im alten Westen von Berlin, wirft Hasso Wendker ein Schlaglicht auf die ganz großen aktuellen Themen: die Globalisierung, Megacities, Machtmissbrauch. Ausgehend von Reportagefotos aus den Medien verdichtet Wendker die gefundenen Schnappschüsse zu Panoramen, in denen sich die vielfältigen Probleme und Krisenherde unserer Gegenwart spiegeln. Panels wie "Asyldialoge", "Wir sind Angst", "Shopping and Fucking" greifen soziale Stimmungen und Befindlichkeiten auf, in denen sich gesellschaftliche Spannungen verdichten und gelegentlich auch gewaltsam entladen. Wie die schöne, neue Zukunft aussehen wird, fragt der Künstler und antwortet mit dem dystopischen Entwurf einer von unkontrollierten Finanzströmen geprägten Konsumgesellschaft. Aber Wendker fragt auch nach der Idealstadt, den utopischen Möglichkeiten, nach denen Künstler und Planer aller Jahrhunderte gesucht haben. Wie sehen die positiven Bilder und Entwürfe der Gegenwart aus? Die Antwort ist zwiespältig. So durchwirken sich in Fotoüberlagerungen die schillernden Silhouetten der westlichen Großstädte mit den erdrückenden Ansichten von Slums aus den Ländern, in denen die billige Waren für den westlichen Konsum unter oftmals problematischen Umständen produziert werden. Mit seinem Collageverfahren greift Wendker die Tradition der Affichisten wieder auf, die mit dem Noveau Realism eine Kunst schaffen wollten, die sich an der Wirklichkeit orientiert. Weg vom schönen Schein und hin zum taktil erfahrbaren, unverstellten Kondensat der ontisch erfahrbaren Realität. Es entsteht ein Kaleidoskop unzähliger singulärer Impressionen, die in ihrer Strukturierung durch die Hand des Künstlers zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen finden. Die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Architekturen und Stadtentwicklungen ergibt sich bei Wendker nicht zuletzt aus seiner langjährigen Berufstätigkeit als Architekt, der bei der weltweiten Planung und Steuerung von Bauvorhaben vielfältige Eindrücke gegenwärtiger urbaner Entwicklungsprozesse gewinnen konnte.

 

         

 

 

 

 

         

 

 

 

 

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Ausstellungen 2014-2011 im temporären Projektraum WESTRAUM in der Nestorstr. 36

 

 

 

 

 

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Seit Ende 2013  wird der Projektraum WESTRAUM genannt.

 

WESTRAUM ist...          

...ein Ausstellungsraum in Berlin/City:West.
...ein temporärer Projektraum in der Nestorstrasse 36, 10709 Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf.
...initiiert Ende 2011 von der Künstlerin Anita Staud anfänglich unter NESTOR 36, ab Ende 2013 behielt der
  Projektraum den Namen der damaligen Skulpturenausstellung WESTRAUM.
...eine Ausstellungsmöglichkeit für zeitgenössische Künstler.
...für Bildhauerei, Skulptur, Rauminstallationen geeignet, aber auch Malerei, Fotografie, Projektionen.
...für Kunstprojekte mit sozialem Impetus und mit historisch-politischen Bezügen.

 

 

 

 

 

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VORGESCHICHTE DES PROJEKTRAUMS NESTOR 36, initiiert von Anita Staud

 


Unter der Geschäftsform Atelier Kulturfor(u)m entwickelt die Künstlerin Anita Staud seit Ende de 90er Jahre Projekte unterschiedlicher Art: Von 2000-2002 "Formation", der 1. künstlerischen Projektraum in der Potsdamer Strasse, 2002 "LEERZEIT", ein Ausstellungsprojekt in 6 leerstehenden Läden der Potsdamer Strasse und zwei Querstrassen.

Künstlerisch-pädagogische Integrationsprojekte mit Kindern ("Sternschnuppenclub") fanden bis 2008 in Kooperation mit den Schulen des Bezirks sowohl in den Museen am Kulturforum als auch in dem Atelier von Anita Staud im Anton-von-Werner-Haus statt.

Ab 2008 der Auftakt zu rein künstlerischen Projekten an sakralen Orten in der Kreuzkirche Schmargendorf. Zum Konzept der Künstlerin Anita Staud gehört das Aufsuchen von historischen Orten zum Zwecke der künstlerischen Arbeit und zur Recherche. Frühere Orte waren eine Panzerkaserne im alten Osten Deutschlands, ein Pockenkrankenhaus in der Nähe von London oder die Pyramiden von Mexiko.

"Dreams" und "11 Dreams" waren dann Integrationsprojekte der anderen Art: Künstlerische Mittel wurden als Medium zur Motivation und zur Ausstiegsorientierung von Prostituierten eingesetzt.

Ende 2013 erscheint als Resultat der langjährigen Integrationsprojekte das Kinderbuch "Rosi sucht Geld".

Mitte 2010 dann der Umzug nach Charlottenburg-Wilmersdorf und ab 2011 ein neuer Projektraum, erst einmal nach dem Ort benannt: Nestor 36. Ab 2013 wurde daraus der programmatische Name

W E S T R A U M.

Von 1995 bis Juni 2010 hatte ich mein Atelier im Innenhof des früheren Tagesspiegelgeländes in dem ehemaligen Anton-von-Werner-Haus in der Potsdamer Strasse.

 

 

Ausgelöst durch eine Zwangsversteigerung des Geländes musste dieser Ort verlassen werden, und ich schlug mein Lager in der Nestorstrasse 36 in Wilmersdorf auf mit einer Basisstation Nähe Schloss Charlottenburg. In meinem neuen Umfeld begegnete ich dem gleichen Phänomen, mit dem ich in der Anfangszeit in der Potsdamer Strasse und Umgebung auch konfrontiert war: dem Leerstand, und zu dem damals einige Projekte entstanden sind (LEERZEIT; MAGISTRALE).

 

2012

 

Mitte ist interessant, Friedrichshain voller junger Leute, die Potsdamer jüngstes Zentrum der Kunstszene, aber jetzt kann man in Charlottenburg noch in Ruhe durchatmen und Wilmersdorf ist ganz entspannt. Museen, historische Straßenfassaden, Cafés und Restaurants in erreichbarer Nähe…Was könnte besser sein für das Entstehen von Kunst?

 

 

 

Über meinem Lager befanden sich also zu diesem Zeitpunkt in der Nestorstrasse auch zwei leer stehende Gewerbeetagen und tatsächlich konnte ich den Hausbesitzer mit der Idee einer temporären Nutzung der Räumlichkeiten überzeugen.

 

 

 

 

 


 

"from the basement" Bilder von Anita Staud 

 

Projektraum Nestor 36

Nestorstrasse 36, 10709 Berlin

 

Die einführenden Worte von Martin Schmidt, Kunsthistoriker, zur Eröffnung der Ausstellung "from the basement" von Anita Staud am 28. März 2012 im Projektraum Nestor 36:

 

Liebe Anita, liebe Gäste dieser Ausstellung,

 

wenn wir heute in diesen riesigen Räumen stehen, dann mag die eine oder den anderen der Gedanke anwehen, dass eine gewisse Unerschrockenheit und Erfahrung dazu gehören, die Flächen und Volumen, die sich hier auftun, zu organisieren und sinnfällig zu bespielen. Beides wollen wir der Künstlerin sofort zusprechen, den Mut, sich auf neuem Terrain auszuprobieren und die mit den Jahren immer weiter wachsende Fähigkeit, sich der Erinnerungspotentiale von Räumen anzunehmen, sie in ihre Arbeit mit einzubeziehen und sich so in die Atmosphäre eines Ortes hineinzuschreiben. Und mal ehrlich – wenn sich jemand mit Räumen auskennt, dann Anita Staud!

[Weiter lesen (PDF)].

 

Die Einladung zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

 

 


 

 

Nach  ersten eigenen Präsentationen („from the basement“, März 2012, siehe obige  Fotos ) konnte ich den Kulturbeirat Charlottenburg - Wilmersdorf für die Förderung des Ausstellungsprojektes „Wieder im Westen...“ gewinnen (Mai – Juli 2012). 
Der Titel führt in Anspielung auf Erich Maria Remarques Anti-Kriegs-Roman 10 künstlerische Positionen zum Pazifismus zusammen, war aber darüber hinaus genauso als Anspielung auf sich abzeichnende kulturelle und wirtschaftliche Umstrukturierungen in der lokalen Stadtentwicklung. Vom Waldorf-Astoria zur City:West...
Während eines Aufrufs in der Adventszeit 2012 zu einem künstlerischen A r t v e n t  lud ich jeden Sonntag mindestens 6 Künstler mit vorzugsweise kleineren Arbeiten, bei 30 Künstlern wurde gestoppt und  kam es zur ersten öffentlichen Präsentation Ende Januar.

 

 



 2013


Mittlerweile sind es 32 internationale künstlerische Positionen geworden, die Bilder, Objekte, Film und Performance und mehr  zu dem Stichwort: IMPULSE CITY:WEST  / Kultgefühle...? präsentieren.



 

Impulse City:West – Kultgefühl!

 

„Wilde Pinselschwünge, versponnene Märchenwelten, hauchzart auf das Papier gebannte Gartenfrüchte. Mit 30 ganz unterschiedlichen Positionen lenken Künstler den Blick auf die wieder aufstrebende City West Berlin. Mit surreal-fantastischem Film und  knalliger Postpunk-Musik verlängert sich die Ausstellung „Kultgefühle“ in den großzügigen Hallen NESTOR 36. Es vereinen sich repräsentative Blicke auf die aktuelle Kunst. Die Initiatorin des Projektraumes NESTOR 36 kombiniert exponierte internationale Positionen mit klassischer Outsider-Kunst zu einem vielstimmigen Ensemble. Der Stadtumbau West kündigt einen Umschwung der Kunstszene in den Westteil Berlins an. Dort pulsieren nicht nur Galerien mit langer Ausstellungstradition. Auch im Off- Space zeigen Künstler mit Positionen unter anderem aus Armenien, Korea, Schweden und Japan, wie weit sich das internationale Künstlerband Berlins mittlerweile auch in Charlottenburg spannt.“ (Richard Rabensaat, 2013) 

 

 


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